Verhalten im Rollenspielbereich

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Drakkarim
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Verhalten im Rollenspielbereich

Beitrag von Drakkarim » 14.05.2004, 18:17

Willkommen im Rollenspielbereich

ooc: Hier könnt ihr Geschichten erfinden wo andere leute die chance bekommen mitzumachen, fangt einfach mit eurem charakter an oder beschreibt einfach eure charaktäre und dann mit einer Geschichte anfangen die kein Ende hat so das jemand anderer dann weitermachen kann.

Beleidigungen ist nirgends gerne gesehen und daher bitte ich euch auf solche kindischkeiten zu verzichten.

Im Bereich Stammtisch wird nur in Charaktersprache bzw. Rollenspielsprachge geredet oder Gechattet.

Dann legt mal los freunde und lasst uns eine Große Geschichte gemeinsam Schreiben, ich freue mich schon auf eure Beiträge.

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Varsava
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Beitrag von Varsava » 17.05.2004, 20:56

So, da sowas in jeden RP Bereich gehört poste ich hier mal meine selbst erstellten Tipps :-)

Sind natürlich noch verbesserungswürdig, weil ich die noch net ganz fertig hab, aber würd mich über einige ergänzende Worte von euch freuen.



Grüsse, werte Reisende,

sicherlich ist euch aufgefallen, das viele zukünftige Helden der Welt von Warcraft ihre Geschichten und Sagen in die Foren der vielen WoW Fan-Pages schreiben und das einige wohl nicht den Erwartungen entsprechen die man an eine solche Geschichte hat.
Doch sind diese Kleinigkeiten nicht nur bei Storys, sondern auch bei Foren-RP zu beachten, welches doch sehr an Storys erinnert.
Die folgenden Tipps sind von mir persönlich aufgestellt worden und können selbstverständlich von euch ergänzt bzw. verbessert werden.


Was ist RP?

Nun, dies ist wohl eine ziemlich leicht zu beantwortende Frage, wobei mit RP weitaus mehr verbunden ist, als das was ich jetzt aufzählen werde, doch wird euch eure Erfahrung mehr zeigen, als jedes Wort eines Schreibers.

RP ist die Kurzform von Rollenspiel bzw. Roleplay, was so viel bedeutet wie „Schauspielern“ bzw. die Rolle eines anderen übernehmen. Hier ist immer darauf zu achten, dass man die Person, in die man schlüpft, auch einigermaßen kennt, damit einer Beschreibung nichts mehr im Wege steht. Beim Rollenspiel sollte stets darauf geachtet werden, das man die entsprechende Sprache benutzt, was nicht gleich die höchste ritterliche sein muss, sondern einfach ein leicht gehobener und intelligenter Ton.

Bsp:
„Ich grüsse euch Sire! Möge das Licht ewig euren Weg erleuchten und die Sonne euch steht auf den richtigen Pfad leiten!“

Wie ihr seht ist RP sehr simpel und mit keinerlei schwerem Satzbau verbunden. Der Charakter den man spielt, sollte stets so handeln, als wäre man dieser selbst, wobei man hier unterscheiden sollte, das die Worte eines Charakters nicht gleich die Worte des Spielers sind. Denn diese kleine Tatsache ist eben das was Rollenspiel ausmacht, nämlich die Schauspielerei die damit verbunden ist. Ein Spieler mag introvertiert und schüchtern sein, doch muss das nicht auch zwangsweise auf seinen Charakter zutreffen.


Wie schreibe ich eine RP Story?

Nun ja, dies erweist sich oft als sehr schwierig, da man für ein solches „Projekt“ die richtige Stimmung benötigt, die jedoch nicht einfach durch ein Fingerschnippen da ist. Eine RP Story will gut überlegt sein und vor allem gut zusammen gefasst, denn niemand möchte Stunden lange Dialoge lesen, bei denen eigentlich nur erklärt wird warum denn der Misthaufen vor dem Schloss liegt. Betrachten wir uns kurz mal die meisten Standardstorys, die in vielen Spieleforen zu finden sind und eigentlich nur die Perfektion eines einzelnen Charakters darstellen, der aber gar nicht perfekt ist. Eine WoW Story sollte immer bescheiden gehalten werden, aber dennoch voller Pracht und Fantasie sein. Der Held sollte niemals stark sein, jedoch auch keine übermäßigen Schwächen aufweisen. Diese Punkte sind auf jeden Fall sehr wichtig und dürfen niemals aus dem Auge gelassen werden, denn sonst wäre es wieder nur eine „Standardstory“ in der der Held, hier wohl meist der eigene Charakter, eine Armee nieder macht, während er das Burgfräulein verführt und deren Vater, meist der König der halben Welt, um ihre Hand bittet um dann der nachfolgende König der Welt zu werden.
Gut man sollte niemanden verurteilen, der nach Macht strebt, aber wir wollen doch mal schön auf dem Teppich bleiben und gehen erstmal davon aus, das unser Charakter mit Level 1 anfängt und somit nicht mal Omis Rübeneintopf bis nach Hause tragen könnte.

Nun schieben wir den Spass erstmal bei Seite und wenden uns wieder dem Schreiben einer Story zu. Gut, ich hab jetzt viel geredet, aber kaum etwas gesagt. Denken wir mal kurz darüber nach was unsere Story überhaupt erzählen soll, denn beim ersten Nachdenken stellt man oft fest, das man absolut keine Ahnung davon hat, was man denn überhaupt schreiben möchte. Da es niemals verkehrt ist sich schon mal über seinen Charakter Gedanken zu machen ist so eine kleine Charakterstory kein schlechter Anfang um seine Schreiberqualitäten unter Beweis zu stellen und einige Verbesserungen an seinem Stil vorzunehmen. Ich habe ebenfalls mit Charaktergeschichten angefangen, die dann jedoch zu richtigen Abenteuern mutiert sind, doch niemals dazu führten, das mein Held ein Supermann wurde, der ganze Landstriche mit seinem Schwert vernichten konnte.
Gut, da wir jetzt ja wissen worüber unsere Geschichte handelt machen wir uns erstmal daran einige Sachen zum Charakter zu notieren. Bei diesen Notizen ist vor allem das Äußerliche wichtig, nicht mal so sehr die Klasse, obwohl man auch immer beachten sollte, das ein Zauberer wohl etwas Schwierigkeiten damit haben könnte einen Zweihänder zu schwingen.
Naja, da wir jetzt auch die Beschreibung unseres Charakters haben sollten wir uns vielleicht mal Gedanken über dessen Hintergrund machen und uns solche Fragen wie „Wo ist er geboren?“ oder „Wer waren seine Eltern?“ stellen. Sicherlich erscheint es oft so, das die Charaktergeschichten oft gleich klingen, weil der Vater meist der Lehrer der eigenen Künste war und dann das Dorf bzw. die Familie ausgelöscht wurde. Gut, solche Geschichten hört man oft, doch sind sie meist der einfachste Weg seine Rache bzw. Wut gegen die feindliche Partei zu erklären.

Ist auch der Hintergrund geklärt können wir uns auch sogleich an das Wesentliche machen, nämlich an das eigentliche Schreiben, welches nun doch schwieriger ist, als die Vorarbeit. Zu Anfang war es noch simpel da man fast alle Freiheiten hatte, was jedoch bei einer wahren RP Story nicht der Fall ist, da bei dieser auf viele Kleinigkeiten zu achten ist, wie die Formulierung, Grammatik ( Acht ich nie drauf ^^ ), Beschreibungen und auch die Tippfehler. Viele vergessen oft, was ich für sehr, sehr schlimm halte, sich ihre Story nach dem Schreiben noch mal durchzulesen und darauf zu achten, ob denn wirklich alle Kommas, Punkte oder was auch immer gesetzt wurden. Für mich, als Deutsch Anfänger, ist das ebenso ein Problem wie für viele andere, weshalb ich kleine Fehler immer verzeihe, jedoch das blanke Entsetzen kriege, wenn Tippfehler auftauchen, die mir fast die Brille von der Nase sprengen. Deshalb der Tipp von mir: LEST EUCH EURE EIGENEN STORYS IMMER DURCH!!!

Nun gut, da jetzt die Sache mit der Grammatik und ähnlichem geklärt ist, kommen wir zu dem Punkt der Beschreibung. Manche von euch können sich sicherlich kaum etwas darunter vorstellen bzw. zu viel, was aber auch nicht verkehrt ist, da es ein sehr weit gefächerter Begriff ist. Die Beschreibung der Standorte, Charaktere und Gefühle machen oft den größten Teil der Geschichte aus und lassen erst so richtig Atmosphäre aufkommen. Was ist eine Schlacht schon gegen einen Paladin der vor seinem besten Freund kniet und sich die Augen ausweint? Doch solche Gefühle sollten nicht ausarten und dazu hinüber gehen, das ständig jemand stirbt und der Held um diese Person weint, weil so was wiederrum in die Standardstory überläuft, in der der Held nun Superkräfte entwickelt, weil doch der beste Freund starb und er ihn rächen muss. Gefühle sind sehr wichtig in einer jeden RP Story und dürfen auf keinen Fall nur Nebensache sein, geschweige denn überhaupt nicht erwähnt werden, denn Gefühle geben einen großen Einblick in den Charakter und die Gesinnung eines jeden Helden, die beim Leser den Effekt haben, das diese mitfühlen können und vielleicht auch selber in die Rolle des Helden schlüpfen.
Doch ist es mit Gefühlen allein nicht getan, denn ebenso wichtig sind die Beschreibung des Äußerlichen eines jeden Helden, sowie seine Umgebung mit der er stets interagieren sollte. Es ist eine wahre Qual, wenn jemand einen Druiden als Helden hat und in seiner Geschichte nicht einmal erwähnt, das dieser überhaupt etwas mit dem Wald zu tun hat. Jeder Held hat seine Eigenarten und individuellen Gewohnheiten, doch sollte man diese auch in das Geschehen mit einfließen lassen und den Helden auch einige Aktionen machen lassen, die vielleicht auf den ersten Blick nicht so wichtig erscheinen, im Nachhinein, aber sehr zum Charakter des Helden beitragen.


Das war’s nun erstmal von mir und meinen Tipps, die ich so bald wie möglich um einige Zeilen erweitern werde. Ich hoffe sehr, das euch dies kleinen Ratschläge etwas geholfen haben.


Gruss Varsava, Rex der Illuminatus

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