Die Chroniken von Erandir

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achalion
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Die Chroniken von Erandir

Beitrag von achalion » 27.03.2005, 14:10

Ein, mit einer weissen Robe bekleideter Mann betritt die Taverne. In seinem Arm hält er ein dickes Buch, auf dessem Ledereinband mit goldenen Lettern der Name "Chroniken von Erandir" steht.
Der Mann setzt sich an den Stammtisch, öffnet das Buch und beginnt zu lesen...

Kapitel 1: Dorogars Weg

Einst lebte in Dalaran ein mächtiger Erzmagier mit dem Namen Dorogar Elrahir. Seine Macht war weit über die Grenzen von Dalaran bekannt und sein Wissen über die verschiedenen Wissenschaften von Dalaran, wie auch über die Geschichte der Völker war scheinbar unermesslich. Er galt als einer der grossen Weisen seiner Zeit und seine Worte wurden selbst von den mächtigsten Herrschern und Königen geschätzt und geachtet.
Dies war kurz vor der Zeit, als das dunkle Portal geöffnet wurde und die Horde in der Welt von Azeroth einfiel.
Es schien eine Zeit des Friedens zu sein, die sieben Königreiche blühten, behütet von den legendären Wächtern dieser Zeit.
Doch es folgten Tage an denen sich dunkle Wolken über Azeroth und all seine Königreiche zusammenzogen.
Aus dem Königreiche Stormwind hörte man von einem neuen Feind, der die Stadt bedrohte und über neue Schatten die sich über Azeroth zusammenzogen.
Seit Generationen gab es im Geschlecht der Menschen immer einen Auserwählten, man nannte ihn den Wächter, der von den Mächtigen Dalarns mit einer unsagbaren Macht ausgestattet wurde um über die Sieben Königreiche zu wachen und sie vor den zerstörerischen Kräften des grössten Feindes von Azeroth zu schützen, den Dämonen der brennenden Legion.
Doch der letzte dieser Wächter, Medivh, wurde vom Geist des mächtigsten Vertreters der Legion vergiftet und verriet die Menschen von Azeroth, indem er ein Tor, das so genannte dunkle Portal, zu einer anderen Welt öffnete und damit die Orks, die sehr bald unter dem Namen „die Horde“ bekannt wurden, in die Welt von Azeroth einliess.
Doch die Existenz der Wächter war seit anhin geheim und nur wenige Menschen wusste von ihnen. Dorogar war einer dieser Eingeweihten.
Aus verschiedenen Quellen erfuhr Dorogar nun von der Verwirrung von Medivh, dem letzten Wächter und fand auch heraus, dass dieser vermutlich einer der Ursachen war, dass Azeroth nun einem völlig neuem Feind gegenüber stand. All dies Wissen setzte dem, einst so mächtigen Mann schwer zu. Die scheinbare Hoffnungslosigkeit der ganzen Situation liessen ihn verbittern und nur noch pessimistische Ratschläge konnte er erteilen.
Es war in jenen Tagen, als sich der mächtige Dorogar eingestand, dass er weder die Macht, noch das Wissen besitze, seinem Volke in diesem Kampf zur Seite zu stehen, gerade weil er vermutete, dass hinter der ganzen Geschichte letzten Endes nur die brennende Legion stehen könnte. Und durch den Verrat des letzten Wächters schienen sie dieser neuen Bedrohung vollkommen ausgesetzt.
Also traf Dorogar eine Entscheidung. Er beschloss sich aus der Gesellschaft der Menschen zurück zu ziehen und nach einem Lehrling zu suchen, dem er all sein Wissen weitergeben würde und der eines Tages seine Stelle einnehmen sollte und dessen Macht und Weisheit seine eigene übersteigen würde, damit er den Menschen dort helfen könne, wo er selbst versagt hatte.
Er zog sich an einen Ort zurück, den er bereits Jahre zuvor gefunden hatte. An den Südhängen des mächtigen Berges Dun Morogh hatte er auf einer seiner Reisen ein Hochplateau gefunden, welches nur durch einen Teleportzauber oder auf dem Rücken eines Greifen erreicht werden konnte. Und dort, auf dem Felsen hoch über dem Wald von Elwyn errichtete er seinen Turm, mit Hilfe von Zauberei und den fähigen Händen von befreundeten Zwergen. Und er sandte Boten in alle Teile von Azeroth und auch Kalimdor, damit sie mit den letzten Vermögen des Zauberers von allen Bibliotheken der damaligen Zeit Bücher kauften und diese in den einsamen Turm bringen würden. Und so entstand in den Gewölben seines neuen Wohnsitzes eine der umfangreichsten Bibliotheken von Azeroth.
Neben dem Turm auf demselben Hochplateau, errichteten Freunde und Bedienstete des Zauberers das kleine Dorf Südblick. Rund um dieses Dorf legten sie Felder an, damit die kleine Gruppe, abgeschottet von der restlichen Welt, überleben konnte.
Kaum war die neue Residenz des Zauberers vollendet, verliess Dorogar diese schon wieder, um in die Welt zu reisen und einen geeigneten Lehrling zu finden.
In einem kleinen Dörfchen in Elwyn wurde er schliesslich fündig. In einem Weisenheim fand er einen namenlosen Jungen der damals gerade mal drei Jahre alt war.
Dorogar adoptierte den Jungen und nannte in Erandir. Mit seinem neuen Lehrling kehrte er zurück in seinen Turm und bereitet sich auf die Ausbildung seines Nachfolgers vor.
Doch obwohl die Bewohner von Südblick abgeschottet vom Rest der Welt waren, drangen die Geschehnisse der folgenden Jahre in das kleine Dörfchen, den Dorogar hatte zahlreiche Informanten und Freunde in allen Gebieten von Azeroth zurückgelassen, welche ihm regelmässig Bericht erstatteten, was in der Welt geschah.
Und so wuchs Erandir, während in Azeroth und Kalimdor Kriege wüteten, wohlbehütet im Turm seines Adoptivvaters auf, wohl wissend was in den Ländern um ihn herum geschah, aber nicht wirklich davon betroffen.
Erandir verbrachte Stunden in der Bibliothek, die eigens für ihn angelegt wurde und studierte hunderte von Büchern. Unter der Führung seines Lehrmeisters stieg sein Wissen ständig. Bald gab es kaum mehr eine Wissenschaft in der er nicht bewandert war. Er wusste ebenso über Mathematik, Philosophie und Seelenlehre bescheid, wie über Alchemie, Sternenkunde und Geschichte.
Und so hatte Erandir bereits als junger Mann mehr Wissen als so manch ein Gelehrter. Doch dies machte ihn noch nicht zauberkundig.
Dorogar pflegte zu sagen, dass Wissen die wahre Macht sei und nicht die Fähigkeit Blitze zu schlagen und Feuer zu werfen.
„Zauberer gibt es viele, Erandir, und manche sind imstande ganze Landstriche mit Feuer zu versengen oder ganze Seen einzufrieren und doch wird man sie nie zu den Grossen zählen. Andere können nur kleine Feuerbälle schleudern und doch werden sie in die Geschichte eingehen, weil sie über eine Macht verfügen, die alles verändern kann, nämlich Weisheit!“
So tröstete Dorogar seinen Lehrling wenn dieser müde wurde vom ständigen lernen und viel lieber endlich damit begonnen hätte, die wahren Zauberkünste auszuprobieren.
Selbstverständlich brachte Dorogar seinem Schüler einige wenige grundlegende Dinge bei, wie man mithilfe der Magie eine Fackel entzündet oder wie man einige unliebsame Krähen mit Blitzen verscheucht. Aber abgesehen von einigen wenigen Tricks war der alte Zauberer noch nicht bereit, seinem Schüler mehr zu zeigen.
Es war ein Frühlingstag als Dorogar seinen Schüler zu sich ins Studienzimmer rief um mit ihm etwas zu besprechen, was das Leben seines Schülers für immer verändern sollte.

Der Herr schliesst das Buch wieder.
"Es gibt noch viele Kapitel in diesem Buch, wünscht ihr, das ich weiterlese?"

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