Anu belore dela´na(Geschichte)

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Plinius
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Anu belore dela´na(Geschichte)

Beitrag von Plinius » 05.09.2008, 17:35

So, hoffe es ist lesbar. Viel Spaß. :wink:

Würde gerne wissen ob die Geschichte gut zu lesen ist oder ob ich es lieber gleich lassen soll. Aber bitte schreibt Kommentare, sonst ist das reinste Folter für mich. :wink:

Prolog

Ein Hochelf ritt mit atemberaubender Geschwindigkeit durch den Immersangwald, der Reiter spornte das Tier zu immer höheren Tempo an, der Falkenschreiter kreischte laut auf als Pfeile an ihm vorbei zischten.
Der Hochelf schien zu wissen wer ihn verfolgte aber sah trotzdem hinter sich, drei Reiter auf untoten Pferden hatten seine Fährte aufgenommen, die Reiter wirkten nicht viel lebendiger, sie waren nur noch Skelette an denen letzte Reste von einst mal lebendigem Fleisch hangen. Die leeren Augenhöhlen folgten jeder Bewegung des Hochelfes und machten ihn nur noch nervöser. Die Pfeile verfehlten ihr Ziel nur noch um Millimeter. Der Hochelf brach plötzlich nach rechts aus und verschwand im Gebüsch des Waldes, die Untoten Reiter folgten ihm mit kalten Blicken und schossen weiterhin ihre Pfeile ab.
Der elfische Reiter schlug Haken und versuchte alles um seine Verfolger abzuschütteln doch nichts funktionierte, rein gar nichts. Seine Verfolger machten jedes noch so verrückte Manöver mit, ihre toten Hengste holten immer weiter auf denn wer Tod war brauchte keine Ruhe. Der Hochelf blickte immer öfter hinter sich, die Nacht trug noch dazu bei das er immer öfter Kreaturen sah die nicht existierten, das einzige was existierte waren diese drei Reiter, er stieß einen schmerzerfüllten Schrei aus als ein Pfeil sich in seine Schulter bohrte. Sein Tier lenkte er wieder auf die Straße die direkt nach Silbermond, die Hauptstadt der Hochelfen, führte. Am Horizont entdeckte er zuerst die gewaltigen Türme der Stadt und dann die stolzen Mauern, sein Schreiter holte noch einmal alles aus sich heraus. Er konnte etwas an Abstand gewinnen, doch das Tier würde nicht lange diese Tortur durchstehen. Die Metropole kam immer näher, ebenso seine Verfolger. Ein wenig Hoffnung stieg in ihm auf als er sah das die Wachen auf der Mauer erkannten was los war, an seine Elfenohren gelangte das dumpfe Geräusch das sich auftat wenn ein schweres Stadttor geöffnet wurde. Er erkannte dass rund ein dutzend Bogenschützen auf der Mauer bereit waren ihren tödlichen Regen auf seine Verfolger niederprasseln zu lassen. Der Wald verschwand, der einfache Weg wurde zu einer gepflasterten Straße, der Quel´dorei blickte hinter sich, die Untoten Reiter holten weiter auf und legten Pfeile an ihre Bögen an. Die Bogenschützen auf der Mauer legten nun ebenfalls ihre Bögen an und zielten auf die untoten Verfolger.
Der Hochelf vernahm einen lauten Schrei voller schmerzen und Qualen, sein Falkenschreiter stürzte nach vorne und mit ihm der Hochelf der sich mehrmals überschlug und einige Sekunden reglos liegen blieb, ein tödlicher Hagel aus Pfeilen erging auf die Anhänger der Geißel nieder, zwei Reiter fielen mit ihren Pferden zu Boden, der letzte war von seinem untoten Tier gefallen aber rappelte sich auf und stürmte mit einem Säbel auf den verletzten Elfen zu. Der Hochelf warf sich mit letzter Kraft auf die Beine und rannte zum Tor, der Pfeil war vergiftet gewesen und durch den Aufprall war die Spitze noch tiefer in seine Schulter eingedrungen. Die Torwachen kamen ihm entgegen, einige feuerten Pfeile auf den Untoten ab, selbst als mehrere Pfeile die rostige Rüstung des Dieners der Geißel durchbohrt hatten stürmte der untote Krieger weiter vor bis mehrere Torwachen ihn mit Schwertern und Speeren zu Boden warfen und zerfetzten bis nichts mehr außer die zertrümmerten Knochen übrig war. Der Quel´dorei mit dem Pfeil in der Schulter fiel vor dem Tor zu Boden, eine Elfe mit reich geschmückter Robe kniete neben ihm nieder. Sie trete den Hochelf auf den Rücken, das Gesicht war schmerz verzerrt und der Elf versuchte etwas zu sagen. ‚‚Si-Sie Kommen…’’ Die Augen rollten nach oben und der Bote rührte sich nicht mehr. Die Priesterin versuchte ihn wieder zu beleben, erschöpft gab sie nach mehreren Versuchen auf und legte dem, in seiner Pflicht gestorbenen, Hochelf die Hand auf den Kopf und murmelte die Worte ‚‚Shorel´aran.’’


Kapitel 1

Thera´mar ging wie jeden Tag durch die hellen Straßen der Stadt Silbermond, sein Ziel war der Markt wo er mit Leichtigkeit den Besuchern das Geld aus der Tasche klauen konnte. Er verdiente sich durch das Stehlen regelrecht Dumm und Dämlich. Seine einstige Kellerwohnung war einem schönen Haus in der Mördergasse und seine einfachen Kleider aus Leder waren einer reich verzierten Robe gewichen. Er ging über den Sonnenhof, wo der magische Sonnenbrunnen stand, direkt zum Basar. Die Besucherzahl war heute überdurchschnittlich, wenn nicht einmalig. In froher Erwartung auf gute Beute stürzte er sich ins Getümmel, er wollte gerade sein erstes Opfer um ein paar Silbermünzen erleichtern als er sah das ein Hochelf in schwerer Plattenrüstung auf ein, das im Zentrum des Marktes stand, Podest stieg und Ruhe verlangte. ‚‚Sicherlich sucht die Armee nur wieder neue Soldaten…’’ dachte er sich und begann die ersten Leute auszurauben, der Soldat in der Plattenrüstung sprach noch immer nicht, erst als eine Elfe in einer prächtigen roten Robe neben ihm stand begann er zu sprechen. ‚‚Bewohner Silbermonds, König Anasterian verkündet denn Ausnahmezustand. Jeder Bürger und jede Bürgerin die fähig ist eine Waffe zu halten soll sich melden, wer sich nicht freiwillig meldet wird zwangsrekrutiert’’ Thera´mar verdrehte die Augen, warum sagte der Krieger nicht einfach gleich. ‚‚Etwa du kämpfst oder Kopf ab’’ In beiden Fällen würde man sterben, fragte sich nur welcher Tod weniger schmerzhaft war. Leicht belustigt suchte er nach weiteren Opfern. ‚‚Was bringt den König dazu den Ausnahmezustand auszurufen!’’ fragte ein Hochelf dessen Gesicht ungewöhnlich kantig für einen Hochelfen war. Der Kommandant auf dem Podest schluckte und antwortete knapp. ‚‚Die Geißel’’ Einige wenige deren Leben aus nichts anderem als Vergnügen und Spaß zu bestehen schien fielen in Ohnmacht, Thera´mar konnte es ihnen nicht verübeln, er stand da wie angewurzelt. Er hatte Berichte von den Untoten Heerscharen der Geißel gehört und falls das wenigste davon auch nur stimme, dann stand Silbermond eine grausame Zeit bevor. Ein plötzlicher Schlag ins Gesicht ließ in zu Boden fallen, er blickte in das Gesicht einer wütenden Elfe. ‚‚Wie kommst du dazu mein Geld zu stellen!’’ brüllte sie und trat ihm ins Gesicht. Seine anderen Opfer schienen nun ebenfalls zu bemerken das jemand ihr Silber geklaut hatte und rannten auf ihn zu, Thera´mar versuchte aufzustehen aber er wurde jedes Mal zu Boden geworfen. Noch nie hatte er sich erwischen lassen…aber jetzt wurde er von einem wütenden Mob zusammengeschlagen und nur dem Eingreifen der Stadtwache war es zu verdanken das er diesen Tag überlebte, seine Welt wurde schwarz, sicherlich waren mehrere Rippen gebrochen und die Stadtwache tat nichts dazu bei dafür zu sorgen das er sich nicht weitere brach, sie schleiften ihn hinter sich her.


‚‚Mein König, wir haben das Volk von Silbermond von dem baldigen Angriff der Geißel berichtet’’ sagte Tere´shan, ein hoher Offizier der Hochelfischen Streitkräfte. Anasterian nickte, er hatte schon geahnt dass die Hochelfen Silbermonds zu stark verweichlicht waren doch man musste der Geißel die Stirn bieten. Wenn Silbermond fiel, fiel Quel´thalas. Er hatte dutzende Kundschafter ausschicken lassen, sie sollten das Umland von Silbermond evakuieren.
‚‚Was berichten die Späher?’’ fragte er geistigabwesend während er überlegte wie man Silbermond am besten verteidigen konnte. Die Stärke der Hochelfen war die Magie doch würde sie ausreichen um die untoten Horden zu stoppen oder gar um sie zu vernichten?
‚‚Die Geißel hat bereits das gesamte südliche Land überrannt, Sylvanas Windläufer hat mir versichert dass sie und ihre Waldläufer alles versuchen werden um die Invasoren aufzuhalten. Leider können wir nie genau wissen wie es mit den Waldläufern steht, die Geißel hat dafür gesorgt das unsere Magier keinen Kontakt mehr zu Personen im südlichen Reich aufnehmen können und ihr wisst was Gestern Abend geschehen ist. Ich schätze das die Geißel in wenigen Wochen oder Tagen hier sein wird’’ erklärte der Offizier in seiner glänzenden Rüstung auf der das Wappen Silbermonds abgebildet war. Sein Gesichtsausdruck blieb hart auch wenn Anasterian bezweifelte das der Hohe Offizier jemals auf einem Schlachtfeld gewesen war.
‚‚Wir brauchen jeden Bewohner Silbermonds um die Stadt zu halten, Ich möchte dass ihr den Verbrechern im Gefängnis der Stadt folgendes Angebot macht. Wenn sie bereit sind gegen die Geißel zu kämpfen werden ihre Verbrechen vergessen, falls sie sich weigern werden sie hingerichtet. Wir können uns keine faulen Diebe oder Mörder leisten die in den Gefängnissen sitzen während wir auf der Mauer für unser aller Überleben kämpfen.’’ Sagte Anasterian, Thero´shan schien zu glauben es sei ein Scherz aber es war kein Scherz, so etwas konnte er sich leisten wenn sie nicht kurz davor waren von den Untoten Heerscharen überrannt zu werden. Ein wenig Traurigkeit machte sich in Anasterian breit, soweit war es also gekommen nun würden Mörder Seite an Seite mit braven Bürgern auf der Mauer kämpfen und wahrscheinlich auch sterben.

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