WoW-Spieler warten auf Belohnungen: Blizzard prüft Mythic-Plus-Rangliste auf bezahlte Runs
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Blizzard kontrolliert nachträglich die Mythic-Plus-Rangliste der ersten Saison von World of Warcraft: Midnight. Dabei sollen Spieler identifiziert werden, die sich ihren Platz unter den besten 1 % durch bezahlte Runs gesichert haben. Die dazugehörigen Belohnungen wurden bislang noch nicht verteilt.

Darum untersucht Blizzard die Rangliste
Mit der ersten Midnight-Saison führte Blizzard eine neue Belohnung für die besten 1 % der Mythic-Plus-Spieler einer Region ein. Entscheidend war die Platzierung in der Rangliste und nicht das Erreichen eines vorher festgelegten Wertungswertes.
Bezahlte Runs hatten deshalb direkte Folgen für andere Teilnehmer: Jeder auf diese Weise erreichte Ranglistenplatz konnte einen regulär spielenden Charakter aus den besten 1 % verdrängen.
Blizzard überprüft nun die betroffenen Platzierungen, wie aus einem Artikel von PC Gamer hervorgeht. Nach Abschluss der Untersuchung will das Entwicklerteam erklären, wie es bei der Kontrolle vorgegangen ist und zu welchen Ergebnissen sie geführt hat.
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Diese Belohnungen sind betroffen
| Belohnung | Voraussetzung | Aktueller Stand |
|---|---|---|
| Schattenchampion von Midnight: Saison 1 | Platzierung unter den besten 1 % der regionalen Mythic-Plus-Rangliste | Noch nicht vergeben |
| Umbralasche | An die entsprechende Saisonleistung gebundene Reittierbelohnung | Ausgabe steht noch aus |
Die Belohnungen sollen auch in zukünftigen Saisons Bestandteil von Mythic Plus bleiben. Das grundsätzliche System wird daher nicht wieder abgeschafft.
Zurück zur ÜbersichtGold- und Echtgeld-Boosts bleiben ein offener Punkt
Noch ist nicht eindeutig geklärt, welche bezahlten Runs Blizzard bei der Auswertung entfernt. Unterschieden werden muss zwischen:
- Boosts gegen Echtgeld
- Runs, die mit Gold bezahlt wurden
- regulären Gruppen mit Freunden oder anderen Mitspielern
- bezahlten Einladungen zu geeigneten Schlüsselsteinen
Echtgeldgeschäfte verstoßen gegen die WoW-Nutzungsbedingungen. Ob die aktuelle Untersuchung zusätzlich mit Gold bezahlte Runs vollständig erfasst, wurde bisher nicht präzisiert.
Blizzard hat die endgültige Prüfmethode und die bereinigten Ergebnisse noch nicht veröffentlicht. Aussagen darüber, welche Zahlungsarten konkret betroffen sind, wären deshalb derzeit Spekulation.
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Weshalb das Top-1-%-System für Druck sorgte
Der erforderliche Wertungswert war während der Saison nicht dauerhaft festgelegt. Er bewegte sich mit der Rangliste und konnte bis zum Saisonende weiter steigen. Ein vorübergehender Platz unter den besten 1 % garantierte daher keine Belohnung.
Für Spieler führte das zu mehreren Problemen:
- Der erforderliche Wertungswert stieg fortlaufend.
- Bereits erreichte Platzierungen konnten schnell wieder verloren gehen.
- Bezahlte Runs verschoben die Grenze zusätzlich.
- Spieler mussten bis zum Saisonende weiter Wertung sammeln.
- Besonders gefragte Schlüsselsteine wurden teilweise nur gegen eine Gegenleistung angeboten.
Die erste Saison endete am 11. August. Die ausstehende Vergabe ermöglicht Blizzard, auffällige Platzierungen vor der endgültigen Verteilung der Belohnungen zu kontrollieren.
Zurück zur ÜbersichtKlassenwahl soll nicht über die Belohnung entscheiden
Bei extrem hohen Weltrekorden gehört die Wahl optimaler Klassen und Spezialisierungen zum Wettbewerb. Im Bereich der besten 1 % verfolgt Blizzard jedoch ein anderes Ziel: Spieler sollen mit Klassen antreten können, die sie beherrschen und gerne spielen.
Nach den ausgewerteten Daten konnten 99 % der Spieler einen Mythic-Plus-Wert von 3.400 mit beliebigen Gruppenzusammenstellungen erreichen. Dungeons sollen außerdem nicht zwingend eine bestimmte Klasse voraussetzen.
Eine spezialisierungsabhängige Spitzenbelohnung wird zwar erwogen, ist für die zweite Midnight-Saison aber nicht vorgesehen.
Zurück zur ÜbersichtBlizzard ging bereits gegen gekaufte Raid-Belohnungen vor
Die aktuelle Ranglistenprüfung ist nicht der erste Eingriff dieser Art. Blizzard entfernte bereits mythische Raid-Reittiere von Accounts, bei denen ein Kauf festgestellt worden war. Im Mittelpunkt standen dabei vor allem Transaktionen mit Echtgeld.
Bei der Mythic-Plus-Untersuchung ist der Eingriff besonders relevant, weil unrechtmäßig erreichte Platzierungen nicht nur den jeweiligen Käufer betreffen. Durch die prozentuale Begrenzung können sie gleichzeitig die Belohnung eines anderen Spielers verhindern.

Die endgültige Zusammensetzung der Top 1 % steht deshalb erst fest, wenn Blizzard die Überprüfung beendet und die Saisonbelohnungen verteilt hat.
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