World of Warcraft
Midnight
Patch 12.1

Die Zukunft von WoW: Das plant Blizzard für Mythisch+, Add-ons und Raids

Geschrieben von Telias am 27.08.2026 um 15:03

Inhaltsverzeichnis

Tettles hat Senior Game Director Ion Hazzikostas und Associate Game Director Paul Kubit zur Weiterentwicklung von World of Warcraft interviewt. Im Mittelpunkt standen Raid-Buffs, Charakterfortschritt, Ausrüstung, Add-ons, Talentbäume, PTR-Tests und mögliche Änderungen an Schlachtzügen.

Raid-Buffs und Klassenvielfalt

  • Raid-Buffs sollen seit mehr als 15 Jahren dafür sorgen, dass abwechslungsreich zusammengestellte Gruppen stärker sind.
  • Ohne diese Effekte könnten sich Gruppen auf wenige Spezialisierungen mit dem vermeintlich besten Schadensprofil konzentrieren und diese mehrfach mitnehmen.
  • Blizzard betrachtet Raid-Buffs als Absicherung, damit möglichst jede Klasse einen Platz in Gruppen und Gilden finden kann.
  • Neben den reinen Leistungswerten beobachtet das Team, wie stark Klassen und Spezialisierungen in Dungeons, Schlachtzügen und im PvP vertreten sind.
  • Fähigkeiten wie Todesgriff, Anstachelndes Gebrüll, Dämonisches Tor oder Dunkelheit machen Klassen unverwechselbar. Ihr Nutzen zeigt sich jedoch vor allem in stark koordinierten Gruppen.
  • Für heroische Zufallsgruppen reicht eine situationsabhängige Unterstützungsfähigkeit häufig nicht aus, um einer Klasse zuverlässig einen Platz zu sichern.
  • Unterschiedliche Bossdesigns sollen verschiedenen Schadensprofilen Gelegenheiten geben, besonders stark zu sein. Jeder Kampf soll nicht gleichzeitig Einzelzielschaden, Flächenschaden und verteilten Cleave-Schaden gleichermaßen verlangen.


Zurück zur Übersicht

Charakterfortschritt

  • Blizzard sieht einen grundlegenden Konflikt zwischen Spielern, die einen Hauptcharakter langfristig verbessern möchten, und Spielern, die mehrere Charaktere einsetzen.
  • Das Artefaktmacht-System aus Legion bot nahezu immer eine weitere Fortschrittsmöglichkeit. Durch abnehmende Erträge blieb der Machtunterschied begrenzt.
  • Gleichzeitig erschwerte ein solches System den Wechsel zwischen Charakteren, weil auf jedem einzelnen Charakter Zeit investiert werden musste.
  • Besonders aktive Spieler erreichen derzeit innerhalb der ersten vier bis sechs Wochen einer Saison rund 90 Prozent ihrer möglichen Charakterstärke.
  • Blizzard hält diesen Verlauf für zu stark auf den Saisonbeginn konzentriert und würde die Fortschrittskurve gerne gleichmäßiger über mehrere Monate verteilen.
  • Ein langsamerer Machtzuwachs könnte Gruppen dabei helfen, zunächst zu schwierige Begegnungen später durch bessere Ausrüstung zu bewältigen.
  • Die aktuelle Struktur erleichtert dafür das Aufholen mit Zweitcharakteren und nach längeren Spielpausen.
  • Für diesen Interessenkonflikt gibt es noch keine abschließende Lösung. Das Team will weiterhin unterschiedliche Systeme ausprobieren und Spielerfeedback auswerten.
Zurück zur Übersicht

Ausrüstung und Mythisch+

  • Durch Herstellung, Große Schatzkammer, Katalysator und weitere Systeme existieren zunehmend berechenbare Wege zu gewünschten Gegenständen.
  • Für manche Spieler ist Ausrüstung lediglich ein Werkzeug zum Abschließen schwieriger Inhalte. Für andere ist die bestmögliche Beute selbst ein wesentliches Spielziel.
  • Besonders mächtige Schlachtzugsgegenstände sollen das Besiegen später mythischer Bosse wieder stärker belohnen.
  • Einige Gegenstände aus Saison 2 erreichen Mythos 9/6 und werden von Spielern deshalb teilweise als eine zusätzliche Ausrüstungsstufe betrachtet.
  • Mythisch+-Spieler erhalten Mythos-Ausrüstung hauptsächlich über die Große Schatzkammer und in größeren Abständen über hergestellte Ausrüstung.
  • Dafür können sie früh in einer Saison ohne wöchentliche Beutesperre zahlreiche Gegenstände auf dem Held-Pfad sammeln.
  • Mythische Schlachtzüge liefern mehr Mythos-Beute, sind dafür aber an eine wöchentliche Instanzsperre gebunden.
  • Blizzard betrachtet diese Unterschiede als bewusst gewählte Vor- und Nachteile beider Spielbereiche.
  • Der wichtigste Raid-Wettbewerb findet früh in einer Saison statt. Die entscheidende Phase für besonders hohe Mythisch+-Wertungen liegt dagegen am Saisonende.
  • Wer zu den besten 0,1 Prozent der Mythisch+-Spieler gehören möchte, muss nach Blizzards Auffassung damit rechnen, auch begehrte Schlachtzugsgegenstände in Betracht zu ziehen. Die entsprechende Wertung soll dennoch ohne diese Gegenstände erreichbar bleiben.


Zurück zur Übersicht

Saisonwechsel und größere Systemänderungen

  • Saisonale Neustarts sollen neuen und zurückkehrenden Spielern einen einfachen Einstieg ermöglichen.
  • Blizzard erkennt gleichzeitig den Wunsch an, einen Teil der zuvor erarbeiteten Stärke in die nächste Saison mitzunehmen.
  • Größere Veränderungen werden heute häufiger über Hotfixes, kleinere Updates, neue Saisons und Erweiterungen verteilt.
  • Dadurch wirken Erweiterungswechsel weniger drastisch als früher, obwohl sich über längere Zeit weiterhin viele Systeme verändern.
  • Das Wappen-Aufwertungssystem wurde bewusst während Dragonflight eingeführt, um es zunächst testen, überarbeiten oder wieder verwerfen zu können.
  • Neue Systeme sollen experimentell bleiben, ohne das Spiel für dich überraschend vollständig umzustellen.
Zurück zur Übersicht

Geliehene Macht

  • Zeitlich begrenzter Charakterfortschritt existiert weiterhin, etwa durch die Reshiiwickel, Cyrces Reif, den Omniumfolianten und den Ätzenden Kodex.
  • Der Omniumfoliant soll deinen Charakter bis zum Ende von Midnight begleiten. Der Ätzende Kodex ist dagegen auf bestimmte Inhalte von Patch 12.1 ausgerichtet.
  • Accountweite Freischaltungen und kurze Aufholphasen sollen verhindern, dass solche Systeme jeden Zweitcharakter mit demselben Fortschrittsaufwand belasten.
  • Im weitesten Sinne ist auch gewöhnliche Ausrüstung geliehene Macht, weil du sie später ersetzt.
  • Problematisch wird das Konzept vor allem bei langen Pflicht-Grinds oder wenn zentrale Fähigkeiten verschwinden, ohne direkt durch etwas Neues ersetzt zu werden.
  • Zeitlich begrenzte Systeme geben den Entwicklern mehr Freiheit für starke und auffällige Effekte. Müsste jede Mechanik dauerhaft bestehen bleiben, würden Klassen und Systeme immer komplexer.
Zurück zur Übersicht

Legendäre Gegenstände

  • Für neue legendäre Gegenstände gibt es derzeit keine konkrete Ankündigung.
  • Legendäre Waffen können ein persönliches Ziel und gleichzeitig ein gemeinsames Fortschrittsprojekt für eine Gruppe darstellen.
  • Bei Nasz’uro und Fyr’alath beobachtete Blizzard einen deutlichen Stimmungswechsel: Solange nur wenige Spieler die Gegenstände besaßen, wurden sie überwiegend als besondere Ziele wahrgenommen.
  • Als ungefähr ein Drittel der infrage kommenden Spieler ein solches Legendary hatte, entstand stärker das Gefühl, ohne den Gegenstand benachteiligt zu sein.
  • Bei zukünftigen legendären Gegenständen müsste Blizzard deshalb besonders auf die Freischaltung und zeitliche Verteilung achten.
Zurück zur Übersicht

Add-ons

  • Das Ziel bleibt, dass Add-ons keinen spielerischen Wettbewerbsvorteil erzeugen.
  • Die grundlegende Benutzeroberfläche soll alle notwendigen Informationen bereitstellen.
  • Add-ons dürfen diese Informationen nach deinen Vorlieben anordnen, hervorheben und farblich darstellen.
  • Sie sollen keine Mechaniken für dich lösen oder Informationen liefern, die Spielern ohne Add-ons vollständig verborgen bleiben.
  • Problematisch sind Situationen, in denen eine Gruppe ein bestimmtes Add-on samt identischer Konfiguration zwingend voraussetzt.
  • Die Einschränkungen bedeuteten nicht, dass sämtliche Add-ons abgeschafft werden. Hazzikostas zufolge sollten ungefähr 80 Prozent der bestehenden Add-ons weiterhin funktionieren.
  • Die frühe Ankündigung gab Blizzard viel Zeit für Anpassungen. Gleichzeitig entstand durch fehlende Details über einen langen Zeitraum zusätzliche Unsicherheit.
Zurück zur Übersicht

Talentbäume

  • Blizzard ist sich bewusst, dass die aktuellen Talentbäume bereits sehr umfangreich und für manche Spieler schwer zu überblicken sind.
  • Die Heldentalente bilden einen eigenen Baum mit einer zentralen Wahl und vergleichsweise wenigen Unterentscheidungen.
  • Apextalente sollen starke Effekte bieten, ohne eine große Zahl zusätzlicher Kombinationen zu erzeugen.
  • Das aktuelle Talentsystem wurde für mehrere Erweiterungen entwickelt, soll jedoch nicht unbegrenzt weiterwachsen.
  • Langfristig wird es eine weitere Komprimierung oder einen Neustart geben, der interessante Entscheidungen bewahrt und unnötige Komplexität entfernt.
  • Einen Termin oder ein konkretes neues System hat Blizzard nicht angekündigt.
Zurück zur Übersicht

Zukunft der Schlachtzüge

  • Mit mehreren getrennten Schlachtzügen, Ein-Boss-Raids, Horten und flexiblem Mythisch experimentiert Blizzard bereits mit neuen Raid-Strukturen.
  • Der flexible mythische Modus in Sporenfall wurde besonders von Gilden positiv aufgenommen, die heroische Endbosse besiegen, aber keine feste Gruppe mit 20 Spielern stellen können.
  • Ein-Boss-Raids, Horte und flexibles Mythisch gelten als mögliche Brücke zwischen Heroisch und dem regulären mythischen Fortschritt.
  • Bei den schwersten mythischen Endbossen hält Blizzard eine feste Gruppengröße weiterhin für wichtig. Wechselnde Gruppengrößen könnten sonst zu problematischen Strategien und ständigen Änderungen am Kader führen.
  • Der normale Schwierigkeitsgrad hat derzeit kein klares Profil: Du musst eine Gruppe manuell zusammenstellen und zur Instanz reisen, kannst vergleichbare Ausrüstung aber auch allein in Tiefen erhalten.
  • Blizzard untersucht deshalb, wie der Einstieg in normale Schlachtzüge zugänglicher gestaltet werden könnte.
  • Der heroische Schwierigkeitsgrad funktioniert nach Einschätzung der Entwickler derzeit weitgehend wie vorgesehen.
Zurück zur Übersicht

PTR-Tests und Spoiler

  • Öffentliche Tests liefern wichtige Daten zu Klassenänderungen, Begegnungen und technischen Anpassungen.
  • Bei Klassenänderungen benötigt Blizzard nicht nur Fehlerberichte, sondern auch Rückmeldungen dazu, ob sich eine Rotation oder ein Setbonus gut spielt.
  • Bedeutende Zwischensequenzen werden nach Möglichkeit nicht auf dem PTR bereitgestellt und bis zu ihrer regulären Freischaltung verschlüsselt.
  • Die technische Struktur des Clients macht viele andere Änderungen jedoch vergleichsweise leicht auffindbar.
  • Blizzard würde gerne mehr Geheimnisse bewahren, damit die ersten Wochen eines Updates stärker wie eine gemeinsame Entdeckungsreise wirken.
  • Vollständig auf PTR-Tests zu verzichten, ist derzeit keine realistische Option.
Zurück zur Übersicht

Fehler zum Start von Patch 12.1

  • Beim Überlebensjäger löste zunächst der Zweiersetbonus den Erfolg „Saison 2 von Midnight: Entfesselter Katalysator“ aus, obwohl dafür der Vierersetbonus vorgesehen war.
  • Ursache waren vertauschte Datenkennungen. Der Fehler wurde wenige Stunden nach den ersten Meldungen per Hotfix behoben.
  • Bei den Handwerksfunken führte ein falsch zugeordneter Beuteeintrag dazu, dass manche Spieler einen Funken zu viel oder zu wenig erhalten konnten.
  • Das Limit wurde für die erste Woche auf vier Funken erhöht, damit die Korrektur zugunsten der Spieler ausfiel. Einzelne fehlerhafte Bestände mussten anschließend noch bereinigt werden.
  • Blizzard will das Funken-System weniger anfällig dafür machen, dass ein einzelner falscher Dateneintrag umfangreiche Nacharbeiten verursacht.
  • Nach Aussage von Hazzikostas entdeckt das Team ungefähr 99 Prozent der Fehler eines Updates vor der Veröffentlichung. Bei Tausenden Fehlern können dennoch Dutzende sichtbare Probleme übrig bleiben.
  • Viele Daten werden weiterhin manuell eingetragen. Die Fehler seien nicht das Ergebnis einer angeblich vollständig KI-generierten Entwicklung.
  • Das WoW-QA-Team war noch nie größer, gleichzeitig produziert das Entwicklerteam aber auch mehr Inhalte und Änderungen als zuvor.
  • Ein weiterer Fehler ließ ausgeloggte Charaktere weiterkämpfen. Normalerweise wird ein Charakter bei einer Verbindungsunterbrechung betäubt; nach technischen Änderungen wurde dieser Effekt vorübergehend nicht mehr ausgelöst.
  • Dieser Fehler wurde noch am Freitag seiner Entdeckung behoben.
Zurück zur Übersicht

Spielerfeedback

  • Hazzikostas liest regelmäßig Forenbeiträge, Reddit-Diskussionen und andere Rückmeldungen der Community.
  • World of Warcraft muss zahlreiche Spielstile mit unterschiedlichen Interessen, Zeitbudgets und Zielen gleichzeitig bedienen.
  • Eine Entscheidung kann deshalb einer Spielergruppe helfen und gleichzeitig den Wünschen einer anderen widersprechen.
  • Nicht umgesetztes Feedback bedeutet nach Aussage der Entwickler nicht automatisch, dass es ignoriert wurde.
  • Die Entwickler verstehen sich selbst als Spieler und MMO-Fans. Ihr gemeinsames Ziel sei, dass möglichst viele Menschen Spaß an World of Warcraft haben.
Zurück zur Übersicht

Verpasse keine World of Warcraft News und Guides und folge uns auf Facebook, X oder abonniere unseren RSS-Feed.

Zurück zur Übersicht



Kommentare:

Datenschutz / Impressum / Umweltschutz / Privatsphäre

© 2003-2026 - 4Fansites, Weiterverwendung von Inhalten oder Grafiken nur mit Erlaubnis.

World of Warcraft, The Burning Crusade, Wrath of The Lich King, Cataclysm, Mists of Pandaria, Warlords of Draenor, Legion, Battle for Azeroth, Shadowlands, Dragonflight, The War Within and Blizzard Entertainment are trademarks or registered trademarks of Blizzard Entertainment in the U.S. and/or other countries.