Persönliche Beute vs. Plündermeister - Was bringt eigentlich mehr?


Geschrieben von Tiggi am 06.05.2018 um 17:29

In Battle for Azeroth wird grundlegend etwas an den Beuteoptionen in Schlachtzugsinstanzen geändert. Blizzard hatte bereits angekündigt, dass sie die persönliche Beute als einzige Option im Spiel behalten wollen. Und so fallen dann die Möglichkeiten, mit „Plündern als Gruppe“ oder „Plündermeister“ zu spielen, komplett weg.

Diese Entscheidung hat in der Community für viel Unmut gesorgt. Zahlreiche Spieler finden, dass die persönliche Beute in Gildengruppen nichts zu suchen habe. Die Vor- und Nachteile beider Beuteoptionen, haben wir nachfolgend für euch zusammengefasst. Wie ihr sehen werdet, ist auf lange Sicht gesehen die persönliche Beute auch in Gildengruppen gar nicht so verkehrt, wie es anfänglich schien. Doch erst einmal zu den Beweggründen von Blizzard.

Plündermeister vs persönliche Beute

Die Gründe für die Änderungen an der Beute

Die Gründe für Blizzards Entscheidung, die persönliche Beute als einzige Option im Spiel zu haben, erklärte Game Director Ion Hazzikostas in der letzten „Fragen- und Antworten“-Runde Ende April.

  • In Dungeons, bei Weltbossen und generell überall sonst im Spiel, gibt es die persönliche Beute als Standard-Option.
  • Beim Plündermeister habt ihr euer Glück in die Hände eines anderen Spielers gelegt und selber keinen Einfluss darauf, wie viel Beute ihr bekommen habt oder eben nicht.
  • Wenn ihr dabei helft, einen Boss zu töten, solltet ihr auch immer die Chance haben, Beute zu bekommen. Bei Tanks oder Heilern war das in der Vergangenheit oftmals nicht der Fall.
  • Der Grund für die Änderung sei nicht gewesen, dass sie die Split-Runs verhindern wollten. Dies sei nur ein willkommener Nebeneffekt.

Doch was bedeutet es nun für die Beute in Raidgruppen?

Die englische Statistik-Webseite askmrrobot hat sich ein paar Zahlen zum Beutesystem in WoW angeschaut. Im Dezember 2017 führten sie eine Umfrage bei 2600 Spielern durch, in der sie wissen wollten, wie häufig in den unterschiedliche Schwierigkeitsgraden die persönliche Beute oder der Plündermeister eingesetzt werden. Zeitgleich wollten sie wissen, wie viele Spieler nicht mit dem gewählten System ihres Raids zufrieden seien.

Im normalen Modus wird fast zu 75 % mit der persönlichen Beute gespielt. Fast alle Spieler sind mit dieser Entscheidung zufrieden. Im heroischen Modus hingegen sind es fast 50 %, die mit der persönlichen Beute spielen. Auch hier sind die meisten Spieler damit zufrieden. Von denjenigen, die Plündermeister nutzen, sind ein paar mehr Spieler unzufrieden mit dieser Beuteoption.

Im mythischen Modus wird fast ausschließlich mit Plündermeister gespielt. Nur ein kleiner Teil verteilt die Beute über die persönliche Option. Fast alle sind hierbei mit der Entscheidung der Raidleitung zufrieden. Allerdings ist die Anzahl an Spielern, die mit dem Plündermeister nicht zufrieden sind, größer, als der Anteil der Spieler, der unzufriedenen in den anderen beiden Raidmodi bei der persönlichen Beute. Man kann also sagen, dass die Spieler mit der persönliochen Beute eher zurecht kommen, als mit dem Plündermeister.

Doch nur, weil Spieler vom Gefühl her mit einer Option besser zurecht kommen, als mit der anderen, heißt es ja nicht, dass es auch die bessere Wahl wäre... Oder? Genau darum dreht sich der nächste Punkt, den wir uns anschauen wollen.

Die Chance ein Item zu bekommen

Die Annahmen, die in die Aussagen zur Beutechance einfließen, sind folgende:

  • Es wird davon ausgegangen, dass mit Plündermeister pro fünf Spielern ein Gegenstand fallen gelassen wird. Bei der persönlichen Beute wäre dies pro Boss eine Chance von 20 %, ein Item zu erhalten. Es gibt keine öffentlichen Formeln für beide Beuteoptionen, daher sind dies nur Annahmen.
  • Es wird davon ausgegangen, dass ein Boss insgesamt 20 Items fallen lassen kann und ihr jeweils 5 davon tragen könnt. 2 Gegenstände wären von 10 Leuten in eurem Raid nutzbar, inklusive euch. 2 Gegenstände werden unter 5 Leuten aufgeteilt, da sie zum Beispiel dieselbe Rüstungsklasse tragen und 1 Item ist auf eine Spezialisierung (zum Beispiel Heiler) gemünzt.
  • Für die persönliche Beute wird davon ausgegangen, dass jeder Spieler im Raid seine Gegenstände auch tragen möchte, die er erhält. Handelbare Items gäbe es in dem Fall nicht.

Bei der persönlichen Beute hättet ihr so eine Chance von 20 %, ein Item zu erbeuten. 4 % beträgt die Chance, ein spezifisches Item zu erhalten. Beim Plündermeister sieht das etwas anders aus. Gibt es viele Mitstreiter um einen Gegenstand (siehe die Annahmen weiter oben), besteht eine Chance von 13 % auf ein beliebiges Item und 3 % auf ein spezielles.

Gibt es hingegen nur bestimmte Mitstreiter um ein Item, da es zum Beispiel einer Rüstungsklasse angehört, habt ihr eine Chance von 21 % auf jegliche Items und 6 % auf ein bestimmtes. Besteht gar keine Konkurrenz auf ein Item, habt ihr eine Chance von 68 %, dass ihr irgendein Gegenstand erhaltet und eine Chance von 19 %, dass ihr ein spezielles Item bekommt.

Wie ihr seht, ist die Chance der persönlichen Beute nur minimal geringer als die beim Plündermeister, wenn eine mittelhohe Konkurrenz vorhanden ist. Dies ist in den meisten Schlachtzügen der Fall, da zum Beispiel nicht nur ein Stoff-Träger oder ein Heiler im Raid anwesend ist.

Plündermeister vs persönliche Beute

Macht der Raid allgemein weniger Schaden?

In der nachfolgenden Grafik seht ihr dann noch den potenziellen Schadensverlust, wenn Gegenstände via persönliche Beute verteilt werden. Dies sind aber rein fiktive Zahlen, die aussagen sollen, dass der Verlust vom Plündermeister nicht wirklich eurer Schlachtzugsgruppe schadet. Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr bei normaler Konkurrenz im Raid Beutestücke durch die persönliche Beute erhaltet, ist wie gesagt genauso hoch, wie mit dem Plündermeister. 

Der einzige Unterschied würde bestehen, wenn ihr tatsächlich die einzige Person im Raid seid, die überhaupt Beute bräuchte. Dann könnte man aber sicherlich von den anderen Charakteren Beutestücke handeln. Die Restriktionen zum Handeln bleiben dieselben wie in WoW: Legion. Habt ihr ein gleichwertiges oder höheres Item in eurer Tasche oder auf der Bank, könnt ihr ein erbeutetes Item auch weggeben.

Fazit: Persönliche Beute könnte besser sein, als gedacht

Neben den von Blizzard genannten Vorteilen der persönlichen Beute, scheint es also auch noch andere positive Aspekte der Beuteoption zu geben. So viel weniger Beutestücke werden die Spieler nicht erhalten, auch wenn es im ersten Moment danach aussieht. Es bleibt also nun abzuwarten, wie die Änderungen in Battle for Azeroth angenommen werden und wie es die Raid-Gilden beeinflussen wird.

Plündermeister vs persönliche Beute

Quelle: Askmrrobot


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